Das Pinnawala Elefantenwaisenhaus auf Sri Lanka

Den Pinnawala-Elefantenpark kann man von Kandy aus gut mit der Eisenbahn erreichen. Die Rambukkana Railway Station ist dem Elefantenwaisenhaus am nächsten und nach einer kurzen Eisenbahnfahrt erreicht. Hier wartete schon eine unüberschaubare Zahl an Tuk-Tuk-Fahrern darauf, uns zum Elefantenpark zu bringen. Kurzes Verhandlungsgespräch (wir hatten unseren Guide vom Vortag gefragt, was wir maximal zahlen sollten) und dann ging es los. Etwas anstrengend war es unseren Fahrer während der Fahrt davon zu überzeugen, dass wir wirklich in diesen Elefantenpark wollten und nicht in den neuen Park direkt daneben, der viel größer, besser und schöner ist… 

Obwohl wir wussten, dass der Pinnawala Elefantenpark teuer ist, waren wir vom Eintrittspreis etwas geschockt. 27 Euro für zwei Personen. Dafür erwartete uns aber eine schöne Anlage mit weiten Flächen. Die Elefanten liefen hier einfach so herum, ohne große Absperrungen (bis auf wenige Ausnahmen). Ein kleiner Dämpfer waren jedoch die Wärter, die einem an verschiedenen Stellen anboten für ein Foto dicht an die Elefanten heranzukommen oder sie mit Obst zu füttern. War das Foto gemacht oder der Elefant gefüttert, wurde es anstrengend, denn die Wärter erwarteten „Trinkgeld“. Jedes Mal wenn wir ein paar Scheine anboten, wurden diese empört zurückgewiesen. Es sollten schon so 20 Euro sein. Wie Bitte? Wir sind wirklich hart geblieben und hatten am Ende echt ein schlechtes Gefühl, dass wir sie „nur“ mit 5 Euro abgespeist haben – wohlgemerkt, für ein Foto. Der Eintritt für den Park hat sich am Ende somit noch einmal fast verdoppelt. 

Zwei Mal am Tag werden die Elefantenbabys gefüttert (hier wird kein Trinkgeld erwartet) und man kommt sich dann doch ein wenig wie in einem Zirkus vor. Die niedlichen Tiere werden in eine Art Manege geführt und die Touristen nehmen drumherum platz. Dann kommen die Elefantenbabys und bekommen frische grüne Blätter und Milch.

Jeden Nachmittag werden die Elefanten dann zum nahegelegenen Fluss geleitet – wirklich das Highlight! Es ist beeindruckend und Ehrfurcht erweckend, wenn so eine Herde auf einen zu läuft. Dann wird gebadet. Die Wärter scheinen keine Angst zu haben, dass sie die Tiere zu weit von der Herde entfernen. Am anderen Ufer wurden gleich ein paar Büffel vertrieben und zwei Tiere haben im Wasser miteinander geschmust – das ganze vor dieser atemberaubenden Kulisse. Wieder gegen ein Trinkgeld kann man zu den Elefanten ins Wasser und mit ihnen Baden. Sie genießen es sichtlich im kühlen Nass zu liegen und sich mit Bimssteinen abreiben zu lassen. 

Für die Rückfahrt kann man sich dann ein Tuk-Tuk zur Karandupana Juction nehmen. Hier fahren auch nachmittags noch regelmäßig Busse zurück nach Kandy. 

Fazit: Der Pinnawala Elefantenpark ist teuer und die Wärter unverschämt. So nahe wie hier kommt man Elefanten aber selten und das Projekt, Elefantenwaisen ein Zuhause zu geben, ist löblich. Wir hatten auch das Gefühl, dass die Tiere sich hier wohl fühlen und schon machen konnten was sie wollten. So ruhig und friedlich wie sie beim Baden miteinander gespielt haben, daran denken wir noch häufig zurück.

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