Fliegen mit dem Maxi Cosi – Was passiert bei Beschädigungen?

Fliegt man mit einem dem Baby in den Urlaub, erlauben viele Airlines die Mitnahme von einem Kindersitz und einem Buggy. Da die Bodencrews ja nicht gerade zimperlich mit den Koffern umgehen, stellt sich die Frage, was passiert, wenn der Maxi-Cosi auf einem Flug kaputt geht? Wir mussten die Erfahrung auf einem Flug von Frankfurt nach Hamburg mit der Lufthansa machen. Als wir den Maxi-Cosi aufgegeben haben, war er noch tadellos. Ein paar Stunden später waren mehrere Plastikteile beschädigt und teilweise abgerissen. Also kurz nach der Landung sind wir todmüde zum Lost & Found und trafen auf eine freundliche Mitarbeiterin. Sie stellte den Schaden fest und versicherte uns, dass wir damit zum Fachhandel gehen sollen. Dort können wir uns einen neuen Maxi Cosi aussuchen und der Händler klärt dann alles mit Lufthansa. Es begann eine lange Geschichte an deren Ende eigentlich nur die Lufthansa gut dasteht.

Erstes Missverständnis ist schnell vom Tisch

Ein paar Tage später habe ich mir den Maxi-Cosi geschnappt und bin zu Toys’R’us, da wir den dort auch gekauft haben. Die Geschichte der Lufthansa-Mitarbeiterin sorgte dort jedoch für hochgezogene Augenbrauen. Nein, man könne den Sitz zu Maxi Cosi schicken, die würden ihn prüfen (röntgen!) und eventuell reparieren – ich müsste aber in Vorleistung gehen. Mh, ich hatte da doch irgendwo die Nummer von einer Hotline bekommen? Als ich wählte, wurde die Verkäuferin nervös und betonte mehrmals, das sie auf keinen Fall mit der Lufthansa sprechen werde – das müsste ich machen. Ok, etwas merkwürdig, aber gut. Dann klärte sich das Missverständnis auch schon schnell auf: Fachgeschäfte für Koffer haben in der Regel Verträge mit den Airlines und wickeln so ein Problem, wie beschrieben, serviceorientert ab. Leider gibt es diese Vereinbarungen nicht für Kindersitze von Maxi Cosi und Spielzeuggeschäfte. Missverständnis, kein Problem.

Absurder Vorschlag bei Toys’R’us

Nun begann ein absurder Trialog zwischen mir, der Angestellten von Toys’R’us und der Hotlinemitarbeiterin, den ich hier im Gedächtnisprotokoll wiedergebe:

Toys’R’us: Jetzt müsse man den Sitz also zu Maxi Cosi schicken…

Lufthansa: Was hat der denn gekostet und wie alt ist er?

Ich: Etwa 189,- und etwas älter als ein Jahr.

Lufthansa: Dann rechnet sich das doch gar nicht, den einzuschicken, zu röntgen und zu reparieren. Toys’R’us soll bitte nur bestätigen, dass der Sitz kaputt ist und eine Reparatur unwirtschaftlich, dann zahlen wir.

Toys’R’us: Das können wir nicht machen.

Ich: Warum nicht?

Toys’R’us: Ich bin ja keine Gutachterin, der muss eingeschickt und geröngt werden.

Ich: Aber der Sitz ist doch offensichtlich kaputt!

Toys’R’us: Das ist ein Sicherheitsartikel – das Risiko ist zu groß.

Ich: Aber doch nur, wenn Sie sagen, dass der Sitz okay ist und wir dann einen Unfall haben. Worin besteht denn das Risiko, wenn Sie bestätigen, dass der Maxi Cosi beschädigt ist und er dann gegen einen neuen eingetauscht wird?

Toys’R’us: Das kann nur ein Fachmann beurteilen.

… Ab hier drehte sich das Gespräch ein paar Minuten im Kreis. Ich spürte förmlich, wie die Angestellte der Lufthansa die Augen verdreht und eindringlich darum bat, dass Toys’R’us nur auf irgendeinem Papier festhalten muss, dass der Sitz kaputt ist. Die wollten das Thema nur schnell vom Tisch und nicht noch weitere Kosten verursachen. Doch die Mitarbeiterin von Toys’R’us weigerte sich beharrlich und hielt Rücksprache mit ihrer Chefin. Nichts zu machen: Nur ein Gutachter kann bestätigen, dass ein kaputter Sitz beschädigt ist und entsorgt werden muss – mit Verweis auf die Sicherheit. Dann kam leise der Vorschlag aus dem Handy, dass ich mich doch an ein “richtiges Fachgeschäft” wenden sollte, was ich dann auch tat.

Schnelle Lösung bei Baby Walz

Im Fachgeschäft angekommen, erzählte mir die Mitarbeiterin dort zunächst die gleiche Geschichte. Mit einem Sitz von Römer währe das alles einfacher, weil diese Firma nicht auf die Einsendung bestehe. Hier kann das Fachgeschäft einfach bestätigen, was offensichtlich ist. Was mich wieder ratlos macht, denn es kann dem Hersteller doch ziemlich egal sein, in welchem Zustand der Sitz ist, solange er ausgetauscht wird und eine andere Firma bezahlt. Allerdings klemmte sich die Mitarbeiterin dann ans Telefon und siehe da – wir bekamen unser Schreiben. Alles zusammen an die Lufthansa geschickt und wenige Tage später was das Geld auf dem Konto.

Fazit

Gern fliegen wir wieder mit Lufthansa, aber unseren nächsten Kindersitz kaufen wir bei Baby Walz und von Römer!

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