Wasser aus dem Gebirgsbach

Abstieg vom Hindelanger Klettersteig

Kann man Wasser aus Bächen trinken? Wie viel Wasser sollte man beim Wandern dabei haben?

Hier scheiden sich die Geister. So manch einer würde niemals sein Wasser auf dem Weg auffüllen. Allerdings wird man fast nirgends frischeres Wasser bekommen, als direkt aus dem Berg. Häufig findet man am Wegesrand Quellen oder kleine Wasserfälle oder Bäche an denen Trinkflaschen aufgefüllt werden können. Es gibt jedoch ein paar Regeln zu beachten.

  • Niemals Wasser aus trüben oder stehenden Gewässern nehmen
  • Niemals Wasser aus einem Bach oder Wasserfall nehmen, wenn sich oberhalb Weideland befinden könnte
  • Vor der Tour (beim Hüttenwirt) fragen, ob auf dem Weg Quellen oder Bäche sind.
  • Wieviel Wasser sollte
  • Jede Teilnehmer einer Tour sollte immer zwei Liter Wasser mit sich führen, auch wenn die Möglichkeit besteht es auf der Etappe aufzufüllen. An besonders heißen Tagen sind drei Liter empfehlenswert.

Fast alle modernen Wanderrucksäcke können ein Trinksystem aufnehmen.

Das hat gleich mehrere Vorteile:

  • Das Gewicht des Wassers ist immer an der optimalen Stelle im Rucksack (eng am Rücken)
  • Man kommt schnell und einfach an den Trinkschlauch und trinkt dadurch insgesamt mehr, als wenn man für jeden Schluck umständlich seine Flasche herauskramen muss
  • Die Kleidung im Rucksack isoliert gut und das Wasser bleibt auch an heißen Tagen über lange Zeit angenehm kühl.

Die Nachteile

  • Es ist schlecht abzuschätzen wie viel Wasser noch im Trinksystem ist
  • Trinkschlauch und Wasserblase sind umständlich zu reinigen

Wasserentkeimung

Wer auf Nummer sicher gehen will oder in ein Land reist, bei dem das Quellwasser nicht trinkbar ist, kann selber entkeimen.

Empfehlenswert und günstig ist die chemische Entkeimung. Zum Beispiel von McNett. (Zum Beispiel bei Globetrotter für unter 20,- Euro) Ein wenig wie im Chemieunterricht werden zwei Komponenten miteinander vermischt und dann in einen Liter mit klarem (!) Wasser gegeben. Ordentlich schütteln und nach einer halben Stunde ist es trinkbar. Der Geschmack der Chemikalien ist kaum merkbar. Man kann natürlich noch Sirup oder eine Vitamintablette hinzufügen.

Bei teueren (und schwereren) Systeme pumpt man das Wasser durch einen Aktivkohlefilter oder lässt es langsam hindurchfließen. Somit sind schon alle Nachteile aufgezählt.

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