Ubud – 13 Erlebnisse, die die Stadt unvergesslich machen

Ubud liegt knapp 30 km nordöstlich von Denpasar und gilt mit seinen ca. 30.000 Einwohnern als das kulturelle Zentrum Balis. Aber nicht nur das, Ubud versprüht den Charme von einem Hang-Loose-Lebensstil, den man sonst vielleicht nur in Australien findet. Nicht umsonst gibt es hier tolle Cafés, Bars und zig Läden für Surfermode. Mit unserem kleinen Bericht möchten wir Euch 13 Möglichkeiten zeigen, die die Stadt für Euch unvergesslich werden lassen.

1. Ein Spaziergang durch die Reisfelder

In nur wenigen Minuten kann man den Straßen von Ubud entkommen und in den Reisfeldern rund um die Stadt spazieren gehen, den Blick schweifen lassen, Tiere beobachten und den Reisbauern bei Ihrer Arbeit zusehen.

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2. In einem der zahlreichen Cafés sitzen und die Zeit treiben lassen

Ubud bietet für jeden Geschmack kleine Cafés! Egal, ob ihr einen iced coffee, eine frische Kokusnuss oder einen frisch gepressten Saft genießen möchtet: An jeder Ecke findet sich ein wunderschön eingerichtetes kleines Café mit bunten Sitzkissen, verzierten Holzmöbeln und Lichterketten in dem ihr euch kostengünstig verpflegen und die Mittagshitze überbrücken könnt.

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3. Den Monkey-Forest besuchen

Ubud besitzt einen Monkey Forest! Der Affenwald von Ubud ist ein kleiner Naturpark rund um den hinduistischen Tempel Pura Dalem Agung Padangtega. In ihm leben hunderte von Makaken-Affen. Zunächst beobachten einen die Affen ein wenig skeptisch – andersrum genauso. Wenn man sich aber eine Weile im Wald aufhält, dann versteht man sie auf einmal. Schon im Voraus kann man erahnen, bei welchem Affen man vorsichtig sein muss und bei wem man näher kommen darf. Und manche scheinen nur darauf zu warten, dass man sie fotografiert. Wenn man sich respektvoll und vorsichtig verhält, dann hat man auch die Möglichkeit ganz nah an sie ranzukommen und dadurch einen Einblick in ihr Leben zu bekommen. Man darf ihnen beim essen, lausen, spielen, kuscheln und streiten zuschauen. Wer sich Zeit nimmt, kann dadurch viele beeindruckende Fotos machen. Und man merkt schnell, dass Affen und Menschen eben doch ganz schön viel gemeinsam haben.

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Tipps

Am Besten ist es direkt in Ubud ein paar Tage zu bleiben, dann ist es ganz einfach: die Monkey Forest Road runter spazieren und schon ist man da (Erkennt man an der zunehmenden Affendichte). Ansonsten kann man natürlich auch einen Tagesausflug nach Ubud machen, dabei ist der Besuch des Monkey Forest in der Regel integriert. Am allerbesten ganz früh morgens hingehen. Ihr solltet mindestens eine Stunde Zeit einplanen, um alles in Ruhe zu sehen. Ab zehn Uhr morgens kommen dann die Touristenbusse an, da sollte man dann im Idealfall wieder weg sein, denn dann wird es ziemlich voll und die Affen haben dementsprechend weniger Lust fotografiert zu werden. Der Eintritt kostet umgerechnet circa €1,20 pro Person. Mit dem Eintrittsgeld finanziert man den Erhalt des Affenwaldes und des Tempels. Um den Tempel betreten zu dürfen, benötigt ihr einen Sarong. Beachtet, dass die Äffchen alle auf Futter aus und super neugierig sind. Packt Euer Gepäck gut zusammen und passt auf Eure Gegenstände auf. Nehmt am besten keine Lebensmittel mit. Im Affenwald selbst kann man Bananen für die Affen kaufen. Besonders Kameras scheinen es den Äffchen angetan zu haben. Schaut selbst, was uns passiert ist:

4. Durch die Straßen schlendern und die Atmosphäre auf sich wirken lassen

In Ubud gibt es jede Menge zu sehen. Dafür muss man gar nicht weit gehen oder in besonderen Geschäften suchen. Wer das einheimische Leben der Bewohner von Ubud finden möchte, muss sich ein wenig aus dem Stadtkern von Ubud raus bewegen. Dafür bieten sich ca. zwei Stündige Spaziergänge an. Und wer weiß, welche wunderbaren Sachen euch begegnen.

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5. Tempel und Zeremonien bestaunen

In Ubud findet ihr z.B. in der Straße Jalan Raya den Saraswati Temple, auch Lotus Temple genannt:

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6. Eine traditionelle Tanzaufführung besuchen

Tänze, Gamelanmusik und Tanzdramen haben eine große Bedeutung im Leben der Balinesen. Die Tänze lassen sich in drei Kategorien einteilen: Wali (heilige Tänze), Bebali (Opfertänze) und Balih-Balihan / Tontonan (neue / moderne Tänze). Man merkt sofort, dass die Tänzer und Tänzerinnen bis heute ein großes Ansehen genießen. So wie die Musik werden auch die Tänze in Bali nur mündlich überliefert. Das sehr anstrengende Tanztraining beginnt in frühester Kindheit. Tanzaufführungen sind in Bali an festliche Ereignisse gebunden. Dennoch wird für Touristen eine Ausnahme gemacht. In Ubud könnt ihr jeden Abend eine andere Tanzaufführung bewundern.

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7. Auf dem Markt einkaufen

Auf dem Markt von Ubud geht es laut und voller Trubel zu. Hier bekommt ihr einfach Alles. Von Gewürzen, über Kleidung und Antiquitäten. Probiert auf jeden Fall die kleinen selbst gebackenen Küchlein, die Euch die Marktfrauen anbieten. Lasst Euch bei den Preisen nicht übers Ohr hauen. Feilschen lohnt sich immer! Oft bekommt man die Waren viel günstiger, wenn man sich traut zu verhandeln. Auch Fahrten und Taxiservices werden Euch hier angeboten. Schaut und vergleicht, ob sich die Preise wirklich für Euch lohnen. Manchmal sind die festen Läden in den Straßen sogar günstiger, als die im ersten Blick super guten Angebote der Marktverkäufer.

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8. Tagesausflüge unternehmen

Besteigung eines Vulkans – Mt. Batur

Für diesen Tagesausflug müsst ihr ganz schön früh aufstehen – bereits um 2 Uhr nachts werdet ihr von einem Fahrer abgeholt und zum Fuße des Gunung Batur gebracht. Auf einem Parkplatz lernt ihr eure Gruppe und eure Guides kennen, die euch auf dem ca. 3 Stündigen Aufstieg zum ersten Plateau begleiten. Dort angekommen, könnt ihr einen wunderbaren Sonnenaufgang bewundern. Wer ganz nach oben zum Gipfel möchte, muss noch einmal einen ca. 30 Minuten steilen Aufstieg einplanen. Der sich definitiv lohnt! Es ist ein Erlebnis in der Kühle der Nacht im Taschenrampenlicht den Aufstieg über unbefestigte Pfade zu absolvieren.  Auf dem Gipfel erwartet man bei einem kleinen Picknickfrühstück mit heißen Kaffee oder Tee den Sonnenaufgang. In der Morgendämmerung erlebt man einen atemberaubenden Panoramablick auf die einzigartige umliegende Vulkanlandschaft, bei klarem Wetter sogar mit Blick auf die Berge von Java und Lombok. Dieser Blick entschädigt für die Mühen des Aufstiegs! Auf dem Weg nimmt man automatisch an der Zeremonie der Guides statt: der 1717 Meter hohe Gunung Batur ist den Balinesen heilig. Der Abstieg ist weniger anstrengend, wenn auch ein wenig rutschig und sandig. Je nachdem welche Strecke man wählt, kommt man an heißen Quellen und dampfenden Felsspalten vorbei. Während der Wanderung findet man noch die Spuren der letzten Vulkan-Ausbrüche – Krater, Aschefelder und kilometerlange Lavaströme. Die Abhänge sind bedeckt von dunklen Lavafeldern, die sich weit in das Tal hinunterziehen. Der Gunung Batur der aktivste aller Vulkane auf Bali. Allein 20 große Ausbrüche haben in den letzten 200 Jahren stattgefunden – der letzt im Jahre 2000. Wieder am Fuß des Mt. Batur angekommen, kann man einen letzten eindrucksvollen Blick auf den Vulkankegel genießen und ein wenig stolz auf sich sein, dass man ganz oben auf dem Gipfel war.

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Tipps: Nehmt auf jeden Fall eine Taschenlampe und Ersatzbatterien mit. Festes Schuhwerk für den Weg und eine Jacke oder ein Fleece haben sich auf dem Gipfel bewehrt.

Wasserfälle besuchen und darin schwimmen gehen

Nach ca. 45 Minuten Fahrt erreicht ihr den Tegenungan Wasserfall.  Wir haben den Wasserfall zusammen mit mehreren Tempeln besucht und haben dafür einen private driver engagiert, der uns den Tag über gefahren hat. Das ist im ersten Moment sehr ungewohnt, aber die Fahrer sind sehr freundlich und zuvorkommend. Zudem ist es das bequemste und einfachste Mittel, von einem Ort zum anderen zu kommen. Eine schmale Dorfstraße ermöglicht es Autos und Motorrädern bis an das Ende des Tals mit Blick auf den Wasserfall zu fahren. Dort angekommen hat unser driver geparkt und wir wanderten ca. fünf Minuten zum Wasserfall nach unten. Der Weg zum Wasserfall ist etwas aufregender, denn die Strömung ist nicht zu unterschätzen und die Steine mitunter ziemlich rutschig. Für die, die schwimmen gehen möchten,  gibt es zwei „natürliche“ Duschen mit Frischwasser und Mauern als Sichtschutz (nach Geschlechtern getrennt). Der Wasserfall gehört zu den weniger touristischen.

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schwimmen

Tipp

Achtet auf jeden Fall auf die Strömung! Selbst der kleinere Wasserfall hatte eine ordentliche Kraft. Auch wenn uns die einheimischen Kinder sehr beeindruckt haben, die von einem ca. 5 Meter hohen Felsvorsprung am Wasserfall in den darunter liegenden Fluss gesprungen sind, haben wir uns dies nicht getraut! Das Wasser ist ca. 1,5-2 Meter tief und das Flussbett hat viele unberechenbare Felsen.

Tempeltour

Über unsere Tempeltour findet ihr hier einen eigenen Beitrag! Die ganzen Eindrücke haben einen eigenen Beitrag verdient, aber dennoch möchten wir euch unsere Bilder und Eindrücke an dieser Stelle nicht vorenthalten. Es ist auf jeden Fall beeindruckend, an einer Waschung teilzunehmen und die Einheimischen und Touristen zu beobachten, wie sie dieses Ritual begehen.

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9. Lotusblüten bewundern

Direkt vor dem oben erwähnten Lotus temple findet ihr einen Lotusblüten-Teich. Es ist wunderschön sich in das direkt dort befindliche Café zu setzen, etwas kühles zu trinken und dabei die Lotusblüten zu bewundern. Das Café findet ihr hier.

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10. Eine Shoppingtour unternehmen

In Ubud gibt es zahlreiche Läden, die einen sehr westlichen Stil haben. Wer etwas traditionellere Läden und besonders die vielen Holzmanufakturen, in denen man unter anderem tolle Möbel kaufen kann, besuchen möchte, der muss ein wenig aus dem Stadtzentrum raus fahren.

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11. Massagen genießen

In Ubud gibt es unzählige Massagesalons, die zu sehr unterschiedlichen Preisen Massagen und Anwendungen anbieten. Man kommt nicht darum herum auf den Staßen von Ubud spazieren zu gehen und angesprochen zu werden, ob man nicht gerne eine Massage hätte. Eine traditionelle Balinesische Massage kostet je nach Dauer und Massagesalon zwischen vier und 15 Euro. Es lohnt sich die kleinen Salons in den Seitenstraßen zu besuchen und zu unterstützen. Dort lernen die Masseurinnen in der Familientradition ihre Handgriffe und sind sehr freundlich. Die großen Hotels haben meist eigene Spa-Angebote, die aber schnell deutsche Preise annehmen können. Beosnders nach der Vulkanbesteigung hat sich eine Beinmassage gelohnt!

Hier findet ihr unseren Lieblings-Massagesalon in Ubud.

12. Ein Bier oder Cocktail in einer der vielen Bars trinken und Indonesisches Essen genießen

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13. Auf dem Balkon des Hotelzimmers sitzen und die Seele baumeln lassen oder eine Runde im Pool drehen

Ubud bietet unzählige Hotels und andere Unterkünfte. Wir haben zwei Unterkünfte ausprobiert und fanden beide großartig. Besonders schön war es abends noch auf dem Balkon zu sitzen und die Seele nach einem ereignisreichen Tag baumeln zu lassen. Bei dem ersten Hotel hatten wir einen kleinen Pool. Es war schön, morgens eine kleine Runde darin zu schwimmen, bevor die Mittagshitze in Ubud einen wieder eingeholt hat.

Hier gelangt ihr zu den beiden Webseiten unserer Hotels:

Alam Terrace Cottages

Secret Garden Guesthouse

Tipp: Benutzt auf jeden Fall Moskitospray, wenn ihr abends irgendwo sitzt! Es gibt viele und sehr aufdringliche Moskitos.  Zimmer mit Moskitonetz und/oder Klimaanlage sind auf jeden Fall zu empfehlen!

Unserer Reiseführer-Tipp: 

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Hier ein kleiner Zusammenschnitt der Wanderungen in den Reisfeldern und vom Abenteuer im Affenwald:

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