Pemuteran, Bali

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Fernab von den Touristenströmen liegt der Ort Pemuteran an der nördlichen Küstenstraße nach Java und am Rande des Bali Barat Nationalparks. Hier haben sich einige Tauchschulen und Hotels unterschiedlicher Preisklassen etabliert. Taucher, Schnorchler und Naturliebhaber kommen hier voll auf ihre Kosten. Kulturell hat der Ort, bis auf den „Monkey Temple“, weniger zu bieten als beispielsweise Ubud. Strandgänger werden von dem dunklen vulkanischen Sand auch eher ferngehalten. Vielleicht auch das ein Grund, warum der Ort noch viel von seinem Ursprung bewahrt hat. Was der Gegend an Kultur und Stränden fehlt, macht sie durch eine einzigartige Unterwasserwelt und den großen Bali Barat Nationalparks mit Mangroven und Regenwald wieder wett. Es gibt viele schöne Tauchspots in der Nähe von Pemuteran – Allen voran Pulau Mejangan.

Die Vormittage haben wir im Wasser verbracht und waren tauchen und schnorcheln. Wenn es nachmittags etwas abkühlt, kann man kurze Ausflüge in die Umgebung machen.

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Monkey Temple

Der Monkey Temple ist in einem kurzen Spaziergang an der Hauptstraße in 20 bis 30 Minuten zu erreichen. Der hinduistische Tempel schmiegt sich eng an einen felsigen Hang, der hier dicht an die Küste reicht. Gegen eine Spende wurden wir mit einem Sarong ausgestattet und durften die Tempel betreten. Wie der Name schon sagt, wird er von vielen Makaken bevölkert. Genervte Aufpasser versuchen sie in Schach zu halten, während die Affen nach den Opfergaben der betenden langen. Es gelingt ihnen immer mal wieder etwas zu stibitzen. Unter dem Gejohle der anderen Makaken machen sie sich dann davon, was die Teilnehmer der Zeremonien aber mit betonter Gelassenheit quittieren. Auf der anderen Straßenseite sieht man Makaken, wie sie bei Niedrigwasser am nahegelegenen Strand nach Krebsen suchen oder sich im Schatten der Bäume lausen.

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Pemuteran View Point

Am folgenden Tag sind wir auf den nahegelegenen Hügel gestiegen. Zunächst schlenderten wir durch die dörflichen Seitenstraßen bis zu einen steilen Treppenweg. Früher muss es hier Landwirtschaft gegeben haben, denn links und rechts vom Weg sind deutlich alte Terrassenfelder zu erkennen die langsam überwuchert werden. Der Aufstieg durch diesen verwunschenen Wald ist deutlich anstrengender als erwartet. An der Nordseite befindet sich ein Heiligtum. Hier hat man schon eine schöne Aussicht über die Bucht von Pemuteran und die nahen dicht bewaldeten Berge, die sich an die Küste schieben. Den Wald hinter uns lassend und bei einer angenehmen Abendbriese liefen wir auf dem Grat zu einem weiteren Heiligtum auf der Spitze des Hügels. Es war ein atemberaubendes Schauspiel, als die Sonne hinter den Vulkanen von Java unterging.

Die Taschenlampen für den Rückweg nicht vergessen!

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Bali Barat Nationalpark

Einen Extra-Tag oder zumindest einen Vormittag solltet ihr für eine Trekking-Tour im Bali Barat Nationalpark einplanen. Wir entschieden uns für eine dreistündige Tour am Vormittag und wurden um 07:00 Uhr von unserem Guide abgeholt.

Zunächst bahnten wir uns den Weg über schmale Pfade durch den Mangrovenwald. Wir staunten über die seltsamen Wurzeln der Bäume und die Termitenbauten, während die Makaken uns bestaunten. Einige saßen auch nur in den Baumkronen und verspeisten Früchte oder jagten sich gegenseitig. Quietschbunte Vögel, flogen pfeilschnell durch das dichte Geäst. Im Schlick sahen wir Krebse und Schlammspringer.

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Als es immer heißer wurde, verließen wir den Mangrovenwald und gingen über einen schmalen Pfad entlang eines Flusses in den Dschungel. Hier war es nicht nur dunkler sondern die Luft auch gleich viel kühler und angenehm feucht. Anhand des Flussbetts konnten wir erahnen, wie hoch das Wasser in der Regenzeit hier durchrauschen muss.

Unser Guide entschuldigte sich gleich zu Anfang, dass wir wohl wenige Tiere sehen werden, weil die Regenzeit im Mai gerade vorüber ist. Der ist dann sehr dicht. Die Tiere können sich gut tarnen und haben Futter im Überfluss. Wir versuchten uns so leise wie nur möglich zu bewegen. Von Zeit zu Zeit hielt unser Guide inne, reichte uns ein Fernglas und zeigte in eine Richtung. Außer ein paar Affen und einigen roten und blauen Vögeln, die wir meist nur als Schatten wahrnehmen konnten, haben wir nur die Spuren von Tieren gesehen. Beeindruckt hat uns vor allem die Flora. Einige Benjaminis sind hier locker über 30 Meter hoch und ihre Stämme ragen senkrecht in die Höhe. Riesige Blätter von anderen Bäumen lagen auf dem Boden oder verdeckten hoch über uns die Sonne. Lianen schlängelten sich an Bäumen und Ästen und überwucherten sogar den Boden, der von hunderten Schnecken bevölkert wurde. Ein junger Teak-Baum, etwa einen Meter hoch, sah wie ein zarte Pflanze aus. Seine Blätter hatten schon die rote Färbung, als unser Guide sie zwischen seinen Fingern zerrieb. Im nächsten Jahr wird dieser Baum schon drei Meter hoch sein. Aber es wird 60 bis 100 weitere Jahre dauern, bis er so groß ist, dass er gefällt werden kann – hoffentlich besteht das Naturschutzgebiet dann noch.

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Mittags waren wir wieder im Hotel, wo uns ein Fahrer nach Ubud brachte. Achtet vor der Weiterfahrt darauf, dass euer letzter Tauchgang mindestens 24 Stunden her ist, da die Fahrt nach Süden über die Berge führt und die Gefahr eines Dekompressionsunfalls besteht.

Pemuteran Tipps

Übernachten

Zu empfehlen ist das Double You Homestay. Zwar liegt es nicht direkt am Strand, dafür bezieht man aber einen von vier sehr schönen Bungalows in einem traumhaften Garten. Es ist schwer zu glauben, dass man nicht mehr träumt, wenn man morgens unter der offenen und begrünten Dusche steht. Das leckere Frühstück wird auf der Terrasse serviert. Die Zimmer sind groß, sauber und klimatisiert.

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Touren und Transport

Das Personal vom Double You Homestay hilft gern weiter und organisiert Tauchgänge in der Nähe von Pemuteran oder nach Pulau Mejangan mit dem Pemuteran Dive Center. Auch Trips in den Bali Barat Nationalpark sind kein Problem. Die Preise liegen leicht über dem Durchschnitt, obwohl wir an der Straße auch deutlich teurere Angebote bekommen haben. Prinzipiell gab es im Mai keine Probleme für den jeweils nächsten Tag etwas zu bekommen.

Tipp: Uns hat der Stefan Loose Travel Handbücher Bali/Lombok in Pemuteran begleitet. Besonders hat uns das detailierte Straßenverzeichnis und die genauen Karten gefallen. Auf unserem Ausflug zum View Point hätten wir uns ohne ihn ziemlich verlaufen.

reiseführer

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