Hoi An – Eine Stadt wie im Märchen

Es war schon dunkel als ich in Hoi An ankam. Auf den ersten Blick ist die Stadt nicht viel anders als andere asiatische Kleinstädte. Als ich mich vom Busbahnhof Richtung Zentrum aufmachte änderte sich meine Einschätzung jedoch mit jedem Meter und sie sollte sich in den nächsten Tagen drastisch ändern. In so einer Stadt war ich noch nie und ich hätte sie in Vietnam auch nicht erwartet.

Die kleinen Straßen von Hoi An sind gesäumt von sehr hübschen Häusern, die alle nur zwei Stockwerke haben. Da die Stadt vom Vietnamkrieg weitgehend verschont wurde, sind viele Gebäude über 200 Jahre alt. Architektonisch sind sie eine Mischung aus vietnamesischer, chinesischer und japanischer Baukunst. Zwischen den kleinen Kaufmannshäusern stehen reich verzierte Pagoden und alte chinesische Versammlungshallen mit schmucken großen Eingangstoren. Aus den Läden duftet es nach Räucherstäbchen und aus den Restaurants nach leckerem Essen. Aus den Propaganda-Lautsprechern, die hier fast neben jeder Straßenlaterne hängen, kommt leise traditionelle vietnamesische Musik. In den Bäumen, an den Balkonen und sonst auch überall hängen bunte Seidenlaternen die sich im ruhigen Wasser des Flusses widerspiegeln. Zwei mal am Tag wird die kleine Innenstadt für den Verkehr gesperrt und dann fühlt es sich an, als wenn man in ein Zeitloch fällt. Stundenlang schlenderte ich durch die Straßen, die Boutiquen und Restaurants und ließ die Seele baumeln. Günstig sind hier maßangefertigte Klamotten oder Schuhe – bei guter Qualität brauchen die kleinen Boutiquen meist nur ein paar Stunden, um einen den gewünschten Stoff auf den Leib zu schneidern. Abends wird dieses kleine Städtchen in das Licht der tausenden kleinen Seidenlaternen getaucht, die sich in dem kleinen Flüsschen spiegeln, der Hoi An durchzieht.

Der Reiseführer kündigt Hoi An als ein Highlight jedes Vietnamurlaubes an und das ist es auf jeden Fall.

In etwa 15 Minuten fährt man mit dem gemieteten Fahrrad an Reisfeldern vorbei zu einem traumhaft schönen Strand. Er wird am Rand von Palmen beschattet und das Meer ist schön warm. Es fällt nicht schwer, ein paar Tage länger in Hoi An zu bleiben, als ursprünglich geplant.

Hoi An ist so schön, wie man es auf Fotos kaum einfangen kann. Hier meine Versuche:

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